CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg
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Presse
17.08.2009, 00:00 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU begrüßt neues Fachärztezentrum in Weilburg als zukunftsweisendes Konzept

Limburg-Weilburg. / Weilburg. Ein neues Fachärztezentrum direkt neben der Weilburger Hessenklinik, dem Kreiskrankenhaus soll eine Ausdünnung der Ärzteversorgung im Oberlahn verhindern. Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg machten sich gemeinsam mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Holger Haibach (CDU) durch ein intensives Gespräch mit der Krankenhausleitung und Ärztevertretern ein Bild von der Situation des Krankenhauses und den Trends der nächsten Jahre bzw. Jahrzehnte.


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CDU-Vertreter informieren sich über Erweiterungspläne des Krankenhauses Weilburg (von links): Mary ten Elsen, Andreas Hofmeister, CDU-Kreisvorsitzender Helmut Peuser, Johannes Hanisch, Winfried Feige, CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Veyhelmann, Manfred
An dem Gespräch mit dem Krankenhausgeschäftsführer Peter Schermuly, dem Fördervereinsvorsitzenden Heinz Pfeiffer sowie den beiden Ärztevertretern Dr. Gerd Roos, Vorsitzender des Gesundheitsnetzwerkes Oberlahn (GNO) und Dietrich Weiß, Vorstandsmitglied der Ärztegenossenschaft „Piano“ nahmen seitens der Kreis-CDU unter anderem Kreistagstagsvorsitzender Robert Becker, CDU-Kreisvorsitzender Helmut Peuser, MdL, CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Veyhelmann, der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Gesundheit Lothar Leinz sowie der Sprecher des zuständigen Arbeitskreises Manfred Gotthardt teil und nicht zuletzt auch der Weilburger Kreisbeigeordnete Josef Plahl sowie der Stadtverbandsvorsitzende der Jungen Union Weilburg und Kreistagsabgeordnete Johannes Hanisch.
Für das neue Ärztehaus laufe derzeit eine Ausschreibung für einen Investor, wobei Ende des Monats voraussichtlich einem Bewerber der Zuschlag erteilt würde. Mit der Fertigstellung könne man Ende nächsten Jahres rechnen, erläuterte Krankenhausgeschäftsführer Peter Schermuly. Die Idee des Fachärztezentrum ist, dort Facharztpraxen anzusiedeln, welche vom Verbund mit dem Krankenhaus profitieren, d.h. z.B. die Röntgenabteilung des Krankenhauses oder das Labor zu nutzen, aber auch gegenseitig Patienten überweisen zu können. Davon profitierten auch Patienten, die nun ein umfassendes Angebot an einem Standort vorfänden. Gerade älteren Patienten würden damit mühsame Wege erspart. Nicht zu unterschätzen sei dabei auch die Bedeutung der Synergievorteile für die Ärzte. Angesichts des sich abzeichnenden Ärztemangel in ländlichen Regionen, müssten die Bedingungen für Ärzte attraktiver werden, betonten die Ärztevertreter Dr. Gerhard Roos und Dietrich Weiß. Schon jetzt sei es schwer Facharztstellen zu besetzen. Junge Ärzte ziehe es angesichts langer Arbeitszeiten bei vergleichsweise geringer Bezahlung oftmals ins Ausland. Durch diesen Mangel sei es vor allem für ländliche Regionen schwer, Ärzte zu gewinnen.
CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Veyhelmann und CDU-Fraktionssprecher für Gesundheit Manfred Gotthardt lobten das Ärztehaus als zukunftsweisendes Konzept, um die Ärzteversorgung in der Oberlahn-Region sicher zu stellen.
Bundestagsabgeordneter Holger Haibach stimmte den Fachleuten zu und lobte deren kreatives Konzept und Engagement. Er selber sei gerne bereit, bei Bedarf Gespräche mit Ihnen zu führen und ihre Arbeit zu unterstützen, wenn die Bundespolitik gefragt sei. Wichtig sei Haibach aber auch, den Charakter der deutschen Gesundheitspolitik zu erhalten. Richtig sei, so Haibach, dass es in England den Ärzten besser gehe als in Deutschland, umgekehrt ginge es in Deutschland aber dem Patienten besser als in England. Letzteres sei für ihn von zentraler Bedeutung.
Kreistagsvorsitzender Robert Becker würdigte insbesondere aus zeitaufwendige ehrenamtliche Engagement der Ärzte Roos und Weiß sowie des Gesundheitsnetzwerkes, damit die Ärzteversorgung in der Oberlahnregion erhalten bleibe.  


aktualisiert von Andreas Hofmeister, 31.08.2010, 13:11 Uhr

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