Angetan waren die CDU-Vertreter auch insgesamt vom Engagement der Schule und ihrem Konzept, dass Ihnen Schulleiter Otmar Seibold gemeinsam mit seinem Stellvertreter Holger Schmidt sowie ihrem Kollegen Jürgen Merta als Abteilungsleiter für den Schulzweig Berufliches Gymnasium, Fachoberschule sowie höhere Handelsschule präsentierte.
Der Schwerpunkt Umwelttechnik soll sowohl für die Schüler des beruflichen Gymnasiums, das mit den Jahrgangstufen 11-13 auf die mittlere Reife aufbaut und zur Hochschulreife führt, als auch der Fachoberschule, die mit den Klassen 11 und 12 zur Fachhochschulreife führt, jeweils alternativ zu deren bisherigen Schwerpunkt Wirtschaft angeboten werden.
Da künftig in dieser Branche zahlreiche Arbeitsplätze entstünden, zeigte sich Seibold sehr optimistisch hinsichtlich der Nachfrage seitens der Schüler. Man habe Interessen sowohl aus dem Kreisgebiet Limburg-Weilburg als auch der Region Solms/Braunfels.
Dieser Umwelttechnische Schwerpunkt sei zudem eine gute Ergänzung für die vermittelte umwelttechnische Kompetenz an der Berufsschule der WKS im Bereich der Anlagenmechaniker (Sanitär-Klima-Heizung) sowie der Forstwirte und der Dachdecker, wobei letztere für die Installation von Solarenergieanlagen auf Dächern ausgebildet werden, was mittlerweile ein bedeutendes Geschäftsfeld für Dachdecker darstelle, erläuterte Seibold. Gerade im Hinblick auf die Förderung dieser Berufsgruppen beantrage er beim Kreis die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule als Geldanlage für den Kreis als Schulträger. So könne man den Schülern diese Technik viel besser nahe bringen. Hierbei signalisierten die anwesenden Kreisbeigeordneten ihr Wohlwollen hinsichtlich einer anstehenden Entscheidung im Kreisausschuss.
Neben dem Oberstufenzweig bietet die Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Vollzeitangebote nach Klasse 9 an – zum einen die zweijährige Berufsfachschule, die zur mittleren Reife führt und Fachschwerpunkte Wirtschaft, Elektrotechnik und Gesundheit anbietet und zum anderen Angebote für Schüler ohne Hauptschulabschluss, diesen nachzuholen bzw. praxisnah in das Berufsleben eingegliedert zu werden.
Der Berufsschulzweig der WKS für duale Ausbildungsgänge richtet sich an Verkäufer, Einzelhandelskaufleute, Verwaltungsfachangestellte, Metallbauer/Konstruktionsmechaniker sowie die bereits erwähnten Ausbildungsgänge: Anlagenmechaniker (Sanitär-Heiz-Klima), Forstwirte und Dachdecker.
Nicht zuletzt gibt es einen Zweig für einen Weiterbildung nach der Berufsausbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt. Hierbei gibt es ein 4-semestriges Vollzeitprogramm sowie alternativ ein 8-semestriges Teilzeitprogramm. Eine besondere Stärke dieses Programms an der WKS ist, dass die VWA Frankfurt für diesen Abschluss 3 Semester in einem Bachelor of Business Administration anrechnet. Das heißt ein Betriebswirt mit Abschluss an der WKS kann mit nur 3 weiteren Semestern einen Bachelor-Abschluss absolvieren. Diese Anerkennung bei der VWA Frankfurt ist ein Alleinstellungsmerkmal der WKS, das sonst keine hessische Schule hat.
Der Fraktions- und Schulausschussvorsitzende Joachim Veyhelmann betonte, dass die Wilhelm-Knapp-Schule den richtigen Weg in die Zukunft eingeschlagen habe. „Nach den notwendigen Korrekturen in der berufsschulischen Landschaft im Landkreis Limburg-Weilburg, die der Schulausschuss dem Kreistag in den vergangenen Jahren vorschlagen musste, ist Weilburg damit für die Ausbildung in Zukunftstechnologien ebenso gut gerüstet wie im kaufmännischen Bereich. Die Attraktivität des Schulstandortes Weilburg wird durch die innovative Vorgehensweise der Schule nachhaltig gestärkt,“ führte er weiter aus.
Zum Ende seiner Ausführungen lobte Schulleiter Seibold die CDU/FDP-Landesregierung für die gute Lehrerversorgung an der Schule sowie Landrat Manfred Michel, der im Rahmen des Konjunkturpaketes die (Brandschutz-) Sanierung des A-Baus sowie Neubaumaßnahmen – Multifunktionsraum und Mensa – unterstütze. Außerdem habe die Schule durch ein Landesförderprogramm neue Rechner erhalten und sei damit sehr modern ausgestattet.
Arbeitskreisvorsitzender Manuel Böcher sicherte der WKS abschließend eine intensive Begleitung des eingeschlagenen Weges zu und wies darauf hin, dass die Schule in der CDU-Kreistagsfraktion stets einen verlässlichen Partner habe.