CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg
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31.08.2010, 00:00 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU: Hackschnitzelanlage Selters klimaneutral und kostengünstig für Gemeinde

Der größte Energieverbraucher der Gemeinde Selters – das Selterser Freibad – wird mit erneuerbarer Energie betrieben – genau gesagt kommt Rohstoff aus dem heimischen Wald der Gemeinde.


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Die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion mit den Betreibern Sebastian Dörn und Frank Zabel (1. und 3. hinten links) im Betriebsraum der Hackschnitzelanlage
Die Schwimmbadheizung speist ihre Energie aus einer Hackschnitzelanlage mit 320 Kilowatt, welche von dem Dipl.-Ing. der Forstwirtschaft Frank Zabel und Dipl.-Ing. für Maschinenbau Sebastian Dörn betrieben wird. Diese durch das Konjunkturprogramm II des Bundes geförderte Anlage wurde von der CDU-Kreistagsfraktion kürzlich besichtigt. Daran nahmen neben dem Vorsitzenden des Arbeitskreis Umwelt, Harald Sprenger und dem Umweltausschussvorsitzenden Rüdiger Brühl auch Kreistagsvorsitzender Robert Becker, CDU-Kreisvorsitzender Helmut Peuser und CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Veyhelmann, CDU-Kreisgeschäftsführer Andreas Hofmeister sowie Hünfeldens CDU-Bürgermeisterkandidat Helmut Schäfer teil. Die Selterser CDU wurde durch ihre drei Kreistagsabgeordneten: CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Norbert Zabel, der Vorsitzende der Selterser Gemeindevertretung Willi Hamm sowie Manuel Böcher teil.
Diskussion gab es bei den Kreispolitikern darüber, inwieweit der Hackschnitzelpreis, von den schwankenden und langfristig steigenden Preisen fossiler Brennstoffe tatsächlich abgekoppelt ist.
Entscheidend ist, so argumentierten die Betreiber Frank Zabel und Sebastian Dörn, dass wir in den Wäldern von Selters pro Jahr durchschnittlich ca. 5500 Festmeter (Kubikmeter) Holz einhauen, davon ca. 2.000 Meter minderwertiges Industrieholz. Davon verbraucht die Anlage pro Jahr nur ca. 10% - also 200 Festmeter. Der gesamte übrige Holzverbrauch aller Selterser Bürger liege bei ebenfalls 200 Festmetern. Damit sei das Holzaufkommen vor Ort noch lange nicht erschöpft. Zabel legte eine Grafik der Preisentwicklung von Brennstoffen der letzten 8 Jahre vor (siehe unten), welche klar zeigt, dass der Preis für dieses Holz sehr konstant ist und von den Schwankungen des fossilen Energiemarktpreises kaum betroffen. Im Durchschnitt liegt der Preis für Hackschnitzel zur Erzeugung einer Kilowattstunde bei rund der Hälfte von Gas bzw. Erdöl. Die Anlage rechne sich als Investition, so Frank Zabel, und spare der Gemeinde pro Jahr 10.000 € Energiekosten.
Darüber hinaus sei die Anlage klimaneutral, da die CO2-Emission der Hackschnitzelverbrennung durch den umliegenden Gemeindewald absorbiert werde, so Frank Zabel.
Demgegenüber lag die Investitionssumme für die Anlage bei ca. 220.000 €, welche zu ca. 80% durch das Konjunkturprogramm des Bundes getragen wurde. Somit konnten die CDU-Kreispolitiker erfreut bestätigt sehen, dass eine nachhaltige Investition für die Gemeinde Selters getätigt wurde. Diese entlaste die Gemeinde nicht nur langfristig finanziell, sondern baue auch ihren Anteil nachhaltiger Energien aus und mache von Energielieferungen von der außerhalb der Gemeinde und damit verbundenen Preisschwankungen unabhängig.

aktualisiert von Andreas Hofmeister, 31.08.2010, 13:01 Uhr

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